Über Dackel

Dackel, Teckel oder Dachshunde – drei Namen für dieselben Tiere – werden in drei Haararten (Lang-, Rau- und Kurzhaar) und drei Größen (Standard, Zwerg und Kaninchen) gezogen. „Dem“ Urdackel, den es so nicht gab, am nächsten kommen die Kurzhaardackel (falls Sie beim letzten Satz gestutzt haben: Unter der Rubrik „Übers Züchten“ erfahren Sie mehr zu diesem Thema).

Dackel im Rucksack | Ansichtskarte von 1908
Ansichtskarte von 1908

Kurzhaardackel werden im DTK in den Farben schwarzrot (schwarz mit Abzeichen), rot (auch Hunde mit roter Grundfarbe und mehr oder weniger ausgeprägter Stichelung werden einheitlich als „rot“ bezeichnet) und braun (mit Abzeichen) gezogen. Dackel mit erheblichen Weißanteilen sind ebenso unerwünscht und nicht zur Zucht zugelassen wie so genannte Piebald-Dackel (diese zeigen ähnlich Palomino-Ponies große Flecken unterschiedlicher Farbe).

Alle Farben können auch als getigert ausfallen, d.h.: Die Grundfarbe, die stets beherrschend bleibt, ist unregelmäßig aufgehellt. Die Bereiche der Aufhellung erscheinen jedoch nie weiß oder in einer anderen Farbe als der aufgehellten Grundfarbe. Ebenso wie bei der Tigerung handelt es sich bei der Farbvariante „gestromt“ keineswegs um „neue“ „Erfindungen“ sondern altbekannte, wenn auch eher seltene Farbvarianten, die bei sachgemäßer Zucht entgegen immer wieder kolportierten anders lautenden Gerüchten nach heutigem Kenntnisstand mit keinerlei gesundheitlich nachteiliger Ausstattung des Hundes verbunden sind.

Die zweckfreie Züchtung auf bestimmte Merkmale ist eine historisch junge Erscheinung in der Haustierzucht. Ältere Rassen bildeten sich stets auf einen bestimmten Gebrauchszweck hin aus. Eigenschaften, die diesem Zweck dienten wurden betont. Tiere, die Eigenschafen aufwiesen, die dem Gebrauchszweck entgegenliefen, wurden ausgemerzt oder nicht zur Zucht verwendet.

Teckel Frigga und Widar um 1905 | Sieger über den erlegten Fuchs
Teckel Frigga und Widar

Dackel waren und sind primär Jagdhunde, gedacht u.a. für den selbstständigen Einsatz unter der Erde in engen Bauten, der Suche nach verletztem Wild oder dem Stöbern. Dackel weisen daher auch heute noch eine Reihe von Eigenschaften auf, die diesem Zweck förderlich waren. Das geht vom Körperbau, der über und unter der Erde Wendigkeit und stets gutes Durchkommen garantiert, über den generell ausgeprägten Jagdtrieb hin bis zu einem kaum zu erschütternden Selbstbewusstsein, das den Hund befähigt und verleitet, unabhängige Entscheidungen zu treffen, die der Dackel mit dem ihm eigenen Mut umsetzt. Nicht immer zur reinen Freude des Halters. Dackel gelten daher gerne als „stur“ und eigensinnig.

Noch nicht hasenrein - Ansichtskarte
Noch nicht Hasenrein – Ansichtskarte

Dieser Ruf haftet den Dackeln zu unrecht an. Kein Jäger hätte einen Hund eingesetzt, dem es unmöglich ist, zu gehorchen. Es ist durchaus möglich, einen Dackel den eigenen Lebensumständen entsprechend zum Familienhund zu erziehen. Es bedarf dazu aber einer intensiven Auseinandersetzung mit den individuellen Eigenheiten Ihres Lieblings, der es an liebevoller Konsequenz nicht fehlen darf. Gemeint sind damit nicht sinnentleerte „Strenge“ oder das Aufrechterhalten eines bedrohlichen Pseudo-Dominanzgehabes über das Tier, sondern Selbstgewissheit, Eindeutigkeit und Nachvollziehbarkeit Ihres Handelns dem Hund gegenüber. Sie werden dann einen treuen und aufmerksamen Begleiter gewinnen, der jedoch gefordert werden will.

Ein Leben ausschließlich auf dem Sofa oder im kleinen Reihenhausgarten mit gelegentlichen kurzen Spaziergängen tut keinem Dackel diesseits des Seniorenalters gut. Dackel wollen Beschäftigung, gleich ob körperlicher oder geistiger Natur.

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brauner Tigerdackel (kurzhaar) | Postkarte von 1913

Über Tigerdackel

Als Tigerdackel bezeichnet man in seltener Unlogik Teckel, deren Fellfarbe in unregelmäßig ausgebildeten Flecken aufgehellt ist. Leopardendackel, Marmordackel oder was auch immer wäre besser geeignet, als nun ausgerechnet jene Dachshunde, die gerade keinerlei Streifen in der Fellfarbe aufweisen (im Gegensatz zu den tatsächlich gestreiften so genannten „gestromten” Dackeln), als Tigerdackel zu bezeichnen.

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Unsere Zuchthunde

Unsere Zuchthunde im Überblick | Alle Hunde auf dieser Seite haben bereits eine Zuchtzulassung vom Deutschen Teckelklub.

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Zuchtgemeinschaft Botzensteiners | Biesenthal | Feine Kurzhaardackel

Über unsere Dackelzucht

Wir züchten seit 2014 Kurzhaar Zwergdackel und Normaldackel und sind in Besitz einer gültigen Erlaubnis nach §11 TierSchG. Unser Zwinger wurde mit der Zuchtauszeichnung in Silber (Deutscher Teckelklub 1888 e.V.) ausgezeichnet.

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Standard Dackelwelpen | A-Wurf

Übers Züchten

Hundezucht wird kontrovers gesehen. Ihre Gegner verweisen gerne auf bevölkerte Tierheime und vielfältiges Hundeelend in Deutschland und der Welt einerseits und andererseits – teilweise nur zurecht – auf kritikwürdige Erscheinungen in der reinen Schönheitszucht.

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