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Königin Victorias Lieblingsdackel

    Waldman VI, der Lieblingsdackel von Königin Victoria.

    Königin Victoria (1819-1901) zählt zu den britischen Monarchen, die sich sehr für den Tierschutz eingesetzt haben. Seit 1835 unterstützte sie die Gesellschaft zur Verhütung von Tierquälerei (Society for the Prevention of Cruelty to Animals) und verlieh ihr 1840 den Ehrentitel „Royal“.

    Sie war der festen Überzeugung, dass „nichts die Menschen mehr verroht als Grausamkeit gegenüber stummen Tieren, und gegenüber Hunden, die die Gefährten des Menschen sind, ist sie besonders abscheulich.“ Die lebenslange Liebe der Monarchin zu Hunden war eine der angenehmsten Züge ihrer oft schwierigen Persönlichkeit.

    Auf der offiziellen Webseite zu den Tagebüchern von Königin Victoria sind während ihrer 63-jährigen Regentschaft die Namen von mehr als 640 ihrer Hunde erwähnt, die mehr als 30 verschiedenen Rassen angehören. Manchmal wiederholten sich die Namen, so gab es zum Beispiel zwischen 1840 und 1887 nicht weniger als sieben Dackelhündinnen namens Waldina.

    Waldman, der sechste Dackel, der diesen Namen trug, wurde von Königin Victoria nach einem Besuch in der deutschen Stadt Baden im Jahr 1872 nach Großbritannien mitgebracht. Als er am 11. Juli 1881 starb, wurde ihm in Windsor ein Denkmal gesetzt, auf dem er als „Lieblingsdackel von Königin Victoria“ bezeichnet wird.

    Waldina und Waldman (1846)

    Zu den Lieblingen der Königin gehörte auch eine besondere Hündin von Prinz Albert – die Windhündin Eos. Sie begleitete Albert aus seiner Heimatstadt Coburg nach England, als er 1840 Königin Victoria heiratete.

    Waldman und Eos (1840)

    Die Mode der Haustierporträts war in Großbritannien auch über die königliche Familie hinaus sehr verbreitet. Dies entsprach der zunehmenden Beliebtheit der Haustierhaltung bei den Städtern der bürgerlichen Mittelschicht. Tiere als Gefährten des Menschen spielten in der viktorianischen Moralideologie eine große Rolle, priesen sie doch Loyalität, Pflichterfüllung und eine idealisierte Vision des Familienlebens.

    Königin Victoria zu Besuch in Coburg im Jahr 1894 – Ein Dackel schläft zu Füßen der Königin.

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